Sprache nach Geschlecht

Hah.

Auf das Schreiben dieses Textes hab ich mich gefreut. Jahrelang. Am Anfang meines Studiums darauf aufmerksam geworden, hatte es ca. noch zwei Jahre gedauert, bis ich die Sinnhaftigkeit dieses Anliegens nachvollziehen konnte und es dauert bis heute an, dies entsprechend umzusetzen.

Es ist nicht zu fassen, wie stark diverse Formulierungen im verdammten Dickschaedel rumgeistern und einfach nicht krepieren wollen. Geschickt ist an der Stelle, dass ich als maennliches (nach ein paar allgemein gebraeuchlichen Sichtweisen) Wesen gar nicht ins Stottern kommen muss, wenn dann doch mal unachtsamerweise die maskuline Form herausrutscht. Das eigentlich ungern gesprochene “und -innen” rutscht inzwischen fluessig und fast ohne Zoegern hinterher. So es ueberhaupt noetig ist.

Schreiben wollt ich in diesem Text nicht ueber Gruende und die Ziele dahinter, vielmehr ueber warum eigentlich nicht und… dabei einen Internet-Artikel aus dem Gedaechtnis wiedergeben, den ich inzwischen erfolgreich verloren habe und in welchem verschiedene Vorschlaege gemacht wurden, wie geschlechtergerechte (geiles Wort, nich?) Sprache dermassen unauffaellig gelebt werden kann, dass sie hoechstens noch Menschen auffaellt, die diese benutzen.

Vielleicht ist das ja dennoch fuer einige immer noch eine Neuigkeit: Ja, es geht wirklich! Auch ohne dass die deutsche Sprache verkompliziert oder gar verraten werden muss. Muss sie nicht. Ehrlich! (Ein paar Beispiele sind auf die Schnelle hier zu finden, auf Seite 2)

Dummerweise hat diesen innovativen Artikel inzwischen (mindestens) eine andere geschrieben. Natuerlich nicht ganz so toll und ausgefeilt formuliert, wie ich es getan haette, aber doch sehr anschaulich. Und tja, wozu das Rad neu erfinden… hier einfach der Link dahin.

Was mich daran besonders fasziniert: Es geht doch auch ohne gleichzeitig anklagend Macht und Unterdrueckung und Sexismus und Politische Korrektheit in den Mund, respektive die Tasten zu nehmen. Erwaehnt werden sie zwar leider, leider, aber das laesst sich verschmerzen. Der Gedankensprung kommt wahrscheinlich eh schon bei der Ueberschrift. Dazu aber ein andermal mehr…

Uebrigens, gerne duerfen meine Bloeks auf irgendwelche Geschlechterungerechtigkeiten oder abstruse Formulierungen durchkorregiert werden. Ich lern hier gern dazu.

Posted November 6th, 2006 in (ge) recht-schlecht, gelinkt.

Eine Aussage:

  1. Warum Maskulisten nerven » just madchiq!:

    [...] damit auch die Frauen, welche sich als maskulistisch einordnen wuerden. Allerdings ist das mit der geschlechtergerechten Sprache bspw. eines der Reizthemen, die nach deren Meinung absolut unnoetig sind, um nicht zu sagen [...]

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