CD des Monats: Stadtranderholung

Sicherlich haben Sie schon die diesmalige CD des Monats vermisst. Dieses im Zwielicht der Musikkritiken hoch angesehene Blog hat diese Kategorie jetzt doch schon mehrere Jahre vernachlaessigt und wird dies sicherlich auch in Zukunft tun.

Dennoch, Rituale muessen gebrochen werden und von daher, mal was Sinnvolles fuer Koerper und Geist:

Kapelle Petra - Stadtranderholung

Kapelle Petra - Stadtranderholung

Nach den ersten beiden Kassenschlagern Felsen und Schrank folgt jetzt die Stadtranderholung. Ich moechte mich hier gar nicht ueber die Genialitaet dieser Titel und die unendlich vielen, vielen kleinen zu findenden Schmankerl auslassen… (Wer es ausfuehrlicher und in klarerem Deutsch benoetigt: eine durchaus akzeptable Kritik gibets hier.)

Eine Kapelle jedenfalls, die gekonnt Hosenschlitzsolos (grossartige Kameraeffekte!) nach nOstalgie-Pathos (bessere Qualitaet bei Bild und Ton oder Schrank) auf eine Scheibe presst, eine eigene Buehnenskulptur (lebensgross!) besitzt und diese auf dem aktuellen Ohrenschmaus sogar fuer Olympia trainieren laesst; dort ueber belanglose Themen wie Gewinnsucht (von wem das gecovert ist, brauch ich an dieser Stelle sicher nicht erwaehnen) genauso ueberlegen hinwegrauscht, wie ueber schwierige Prozesse in Kindheit, Jugend (grossartige Interpretation eines fruehen alexandritischen Werkes) und Alter, kann eigentlich fuer sich alleine sprechen.

Nagut.

Waere mir doch fast entfleucht

Vor etwa einer Woche trat ein kleines Problem auf. Witzigerweise in einem Moment, wo ich gerade auf verschiedenen Webseiten die ueblichen Kontrollgaenge in Bezug auf Erreichbarkeit und Aktuelles durchgefuehrt habe. Nach dem ersten Schock (verdammt, eins der CMS wurde gehackt) die Erkenntnis, alles halb so schlimm, ist nur…

Google.

Menschliches Versagen. Nagut. Davon wird in so Datenschutz-Kontexten eh schon immer geredet.

Trotzdem schoen, mal ein wenig zu spueren, wie maechtig Big G wirklich ist und etwas davon zu sehen was im Hintergrund passiert. Und wie schnell so ein Schalter umgelegt werden kann. Wie war das noch mit Picasa auf der Festplatte, Google-Maps, G-Mail, G-Kalender, Android, etc.? Sachen, die fuer Viele zum alltaeglichen Leben gehoeren.

Nicht, dass Google die Einzigen waeren.

Fuersorge

Grad druebergestolpert und da mir eine gewisse Aehnlichkeit schon vor einiger Zeit aufgefallen ist:

Care if I die?

Na Korrupt, erinnerst Du Dich noch, wo das hing?

Pwnd: Alles schlaeft, wer wacht?

Hach, ich koennte bei dieser Werbestrategie regelmaessig ins Schwaermen geraten.

Wer wacht...

Batman vs. Die Apothekerin

Reale Weiblichkeit beats virtuelle Maennlichkeit.

Was da alles rauszuholen ist…

Respekt

Um- und Neudeutungen sind gut und zuechtig… wahrhaft konsequente Anti-Werbung schwer zu schaffen. Das zu bewerbende Produkt nebenbei als minderwertigen Dreck betiteln – grossartig. No future… besser koennte die Zukunft der Automobilindustrie ebenfalls nicht dargeboten werden – zumindestens bis neu gewuerfelt wurde.

Ich mag Werbefachleute, die einen nostalgischen Euphorie-Flash haben und das als vermarktbare Idee verkaufen. Zumal wenn sie es kontextbezogen noch dermassen gekonnt machen… 100 Regeln. Oekobewusster Sauberbiedermainstream.

Kurz: Der neue Punk. (Wahlweise mit Highend- oder Standard-Zugang…)

Sind wir nicht alle ein bisschen Lobo?

Weihnachten ist familiaer (Spaghettimonster sei Dank) inzwischen nahezu kommerz- und damit schmerzlos geworden.

Ein Buch hats dann aber doch auf den Gabentisch gebracht: “Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin” von Passig und Lobo. (Ja, ich hab mich entsprechend bedankt… und es ueberraschender Weise auch noch vor Silvester bewaeltigt.)

Zielgruppe des Buches duerften alle Menschen sein, die mit den Anforderungen unserer poststrukturalistisch und individualisiert verkomplizierten Welt kaempfen und dabei nicht alles so geregelt bekommen, wie es im Familienmanagementkurs an der VHS oder in der beachtlichen Selbsthilferatgebungsliteratur vermittelt wird.

Viele der angepickten Sachen regen zum  Neu- und vielleicht sogar Umdenken an, auch wenn mir persoenlich die Prokrastination als Bewaeltigungsstrategie in diesem Buch zu pathologisierend wirkt und zu viele Dinge rundumschlagend durchgewunken werden, bzw. vielleicht dann doch ein wenig zu bagatellisierend und noch ein Stueckchen zu positiv egofaerbend herueberkommen. Angenehm jedoch der Diss an die Selbstdisziplin und allgemein der Versuch, etwas gegen die Leistungs- und Erfolgsorientierung unserer Gesellschaft zu setzen.

Insofern: lesenswert ist es. Auch wenn die Chance, dass eine Person, die sich selbst mit gutem Gewissen als lobo-ian (Lifestyle of bad organisation) bezeichnen wuerde, dieses Buch selber besorgtliest, entsprechend gering sein duerfte. Ob es deswegen schon eine Audio-CD gibt…

Silvester ist ein Arschloch

Schon komisch, wenn das Haus neben Dir unruhig abbrennt. Mehr Brot und Boeller fuer die Massen bitte!

Selbstbewusstsein?!

Den Post ueber dieses Video hab ich jetzt genau ein Jahr zurueckgehalten. Der hing naemlich in der Warteschleife.

Und er koemmt doch noch, da ich den Link letztens suchen musste, weil wegen dem Beitrag hier und dann darueber nachgruebelte, welche Firmen wohl aus welchen Gruenden ein Interesse haben koennten, Jungen, von mir aus auch Vater-Jungen-Beziehungen, etc. zu staerken.

Bertelsmann? Die Arbeitsagenturen? Blizzard? Nah, Blizzard genausowenig wie Bayern Muenchen… AOK und Co. wohl schon noch eher.

Aber sonst?

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